Die Glocke vom 30.05.2000
Symphonisches Blasorchester der Feuerwehr: Musik ohne Grenzen
Der Titel ist fürwahr Programm
Gütersloh (mbe). Spontan sprang der zündende Funke des musikalischen Feuerwerks über, als das Symphonische Blasorchester der Feuerwehr Gütersloh unter der Leitung von Thomas Boger den Titel "Florentiner Marsch" zum Auftakt seines großartigen Konzertes spielte. Unter dem Motto "Musik ohne Grenzen" entboten die Musizierenden ihren Gruß zum 175-jährigen Bestehen der Stadt.
Doch der Titel der Veranstaltung hatte noch eine zweite Bedeutung: Eigens aus dem britischen Anston war die befreundete Sängerschar "Anston Male Voice Choir" mit dem musikalischen Leiter Howard Thomas angereist, die schon wiederholt mit dem Symphonischen Blasorchester auftrat. In bunter Reihenfolge erklangen dann Instrumentalstücke und passend abgestimmte Chorsätze.
Einen Ausflug in die Welt der Oper unternahm das Blasorchester mit der Ouvertüre zu Rossinis "Diebische Elster". Mit akkurat intoniertem Vortrag machten die sechzig Musiker nicht nur ihrem neuen Namen "Symphonisches Blasorchester" alle Ehre, sie ließen auch das Herz aller Opernfreunde höher schlagen. Dem kamen auch die Gäste aus Anston mit Mozarts "O Isis und Osiris" und Verdis Gefangenenchor sehr entgegen.
Mit einem viersätzigen Originalwerk für symphonisches Blasorchester aus der Feder des Briten Gustav Holst, wurde einmal mehr die Kraft der motivierend mitreißenden Führung Thomas Bogers und homogene Klangbrillanz des Orchesters aufgezeigt. Kriterien, die auch im zweiten Teil die vielen Nummern aus bekannten Musicals prägten. Hervorgehoben sei dabei "Das Phantom der Oper", mit Sebastian Ehl an Keyboard und Orgel. Doch geht es nicht darum, Einzelleistungen hervorzuheben, denn auch die hinreißenden Tutti begeisterten die große Fangemeinschaft im vollbesetzten Saal der Stadthalle. Besonders erwähnt sei noch die erfreuliche Leistung des Jugendorchesters, das mit der viersätzigen "Hanseatic Suite" dank intensiver Vorbereitung seine Spielfreude und Musikalität beweisen konnte.
Voll ins Schwarze getroffen hatten Thomas Boger und Howard Thomas mit der Wahl des Finalstückes: "Fantasia on British Sea Songs", bei dem Chor und Orchester vereint noch einmal alle Register ihres musikalischen Könnens zogen. Rauschender Applaus feierte am Schluss die rund 100 Mitwirkenden des Konzertes "Musik ohne Grenzen".
