Die Glocke vom 14.11.2000

Symphonisches Blasorchester

Mehr solcher Feuerwerke

Gütersloh (upk). Nach dem fantastischen musikalischen Feuerwerk, mit dem das Symphonische Blasorchester der Feuerwehr Gütersloh und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Ennest mit ihren jungen Leitern Thomas Boger und Ingo Samp am Sonntag in der Stadthalle eine große Zuhörerschaft begeisterten, wird sich der Wunsch des Gütersloher Musikzugführers Harald Ehl nach mehr Stammgästen bei Konzerten der Feuerwehr sicherlich erfüllen.

Die Klasse der Gütersloher Musiker ist nicht nur in der Dalkestadt bekannt, auch der Musikzug aus Ennest ist hochkarätig und erfolgreich: Beim diesjährigen Deutschen Orchesterwettbewerb gehörten die Musiker und Musikerinnen aus dem Sauerland, die sich der sinfonischen Blasmusik verschrieben haben, zu den Preisträgern und wurden darüber hinaus noch zum "sympathischsten Blasorchester des Wettbewerbs" gekürt. Unter dem Titel "Faszination Blasmusik" zeigten die beiden Orchester in der Stadthalle, über welche Klangvielfalt und Bandbreite moderne Blasorchester heute verfügen, und dass Feuerwehrmusik nicht nur aus dem Abspielen bekannter Märsche bestehen muss. Mit einem höchst attraktiven Programm oder besser: mit einer musikalischen Speisekarte für Gourmets, die von Mozarts "Zauberflöte, über den grandios gespielten IV. Satz der Sinfonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt" Dvoraks, Smetanas "Marsch der Komödianten & Springtanz" aus der Oper "Die verkaufte Braut" bis hin zur Filmmusik reichte, unterstrichen die zumeist jungen Musiker ihre Klasse. Zwischen den Musikstücken moderierte Georg Elsaesser aus Ennest charmant und launig, um: "den Hörgenuss leicht verdaulich zu machen". Zusätzlich brillierte er mit einem Trompetensolo bei Zbysek Bittmars "Bulgarischem Tanz". Welchen Stellenwert Jugendarbeit bei der Feuerwehr in Gütersloh hat, stellte das Jugendorchester mit Stabführer Thomas Boger unter Beweis. Gekonnt ergänzten die jungen Leute mit "The Castle of Bray" das Programm der beiden großen Orchester. Nach der Pause gab es dann ein "fusioniertes Riesenfeuerwerk-Konzert", wie Georg Elsaesser es formulierte. Beide Orchester, zusammen ergaben einen Klangkörper von 100 Musikern, der mit "Ceremonial March", "Aguarium", "Arsenal" und dem absoluten Höhepunkt "Star Wars Saga" die Stadthalle zum Klingen und Schwingen. Tosender Applaus war der Dank für eine großartige musikalische Leistung.